Stellungnahme zum Artikel „Ein Tollpatsch braucht besonders viel Lob“
in den Zeitungen „Die Welt“ und „Der Sonntag“ in Solothurn CH
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Artikel-Link: Die Welt vom  23.03.2012

STELLUNGNAHME -  
Praktische Pädagogik /  Evolutionspädagogik® von Ludwig Koneberg
Mich packt ein heiliger Zorn: Was wäre wenn wir Albert Einstein als Tollpatsch bezeichnen würden? Eine Expertenkommission, aus Deutschland und der Schweiz soll herausgefunden haben, dass etwa 5% der Kinder über zwei linke Hände und Füße verfügen und sehr darunter leiden. Es wurden auch gleich Leitlinien zur Hilfestellung entworfen und ein gewichtiger Name für dieses sogenannte Störungsbild gefunden: Umschriebene Entwicklungsstörung motorischer Funktionen. In diesem Beitrag werden diese Kinder als kleine Tollpatsche bezeichnet. Auffälligkeiten wie schlechter Gleichgewichtssinn, Fallenlassen von oder Zusammenstoßen mit Gegenständen. Auch dauernde Schwierigkeiten beim Fangen, Werfen, Treten, Rennen Springen, Hüpfen, Schneiden, Malen oder Schreiben, sind grundsätzlich negativ bewertet und werden als Störungsbild, als abweichendes Verhalten diskreditiert. Man mag sich nicht ausmalen, was aus Einstein geworden wäre, der bekanntermaßen zwei „linke Hände“ hatte, wenn ihm nun von solch einer Expertenkommission „geholfen“ worden wäre.

Wir Evolutionspädagogen/ in der Praktischen Pädagogik /Evolutionspädagogik®/ wissen seit nahezu zehn Jahren, dass Kinder, die diese Verhaltensweisen zeigen, den größten Teil der Kinder mit sogenannten Lern und Verhaltensproblemen ausmachen. Die Erfahrung in unseren Praxen zeigt, dass verschiedenste Auffälligkeiten in den meisten Fällen die gleiche Grundursache haben. Wir nennen diese Kinder Mischformer, weil wir aus der Übertragung neurologischer Untersuchungen in unsere pädagogische Arbeit, herausgefunden haben, dass sie Sprachgehirn und Schreibhand auf der gleichen Seite haben. Dadurch schreiben sie mit ihrer grobmotorischen Hand, was erklärt, warum sie angeblich ungelenk und ungeschickt sind. Unserem Erfahrungswissen nach sind 10-12 % der Kinder davon betroffen. Nur sprechen wir bei den Mischformern nicht von Defiziten, sondern von Talenten. Wir haben in zehntausenden von Beratungsstunden mit betroffenen Kindern festgestellt, dass sie oft überdurchschnittlich begabt, aber stressanfälliger als andere sind. Und noch eine wichtige Erkenntnis: diese Kinder haben alle den Hintergrund, dass bei ihren Vorfahren Linkshändigkeit vorhanden ist. Die Kinder selbst müssen aber keine Linkshänder sein. Es gibt eben eine dritte eigenständige Verarbeitungsstruktur des Gehirns. Mischformer leiden oftmals unter dem Klima, das Andersein abwertet; dadurch können sie oft nicht wirklich zur Entfaltung bringen, was in ihnen steckt.

In mehreren Büchern zur Evolutionspädagogik mit Auflagen von über 400.000 haben wir unsere Erfahrungen aus der Praxis mit Kindern veröffentlicht. Umso ...
... erstaunlicher ist es, dass die Expertenkommission uns nicht zur Kenntnis nimmt und sich so hinstellt, als habe sie eine fundamentale Entdeckung gemacht. Für sehr problematisch halten wir die neue Schublade für ein „neues Defizit“. Hier passiert gerade das, was genau diese Kinder in ihre Stressblockade treibt und dabei vorgibt, ihnen helfen zu wollen.

Was also benötigen diese Kinder? Sie brauchen die Erfahrung, dass sie überdurchschnittlich intelligent sind, eine andere, umfassendere Weltsicht haben, dass sie eine andere Art haben zu lernen, dass sie Dinge erkennen können, die der Mehrheit verborgen bleiben. Darüberhinaus, dass sie aus Sicht des Evolutionsprinzips zur Speerspitze für zukünftige Veränderungen gehören und in der Lage sein werden, auf die vor uns liegenden großen Herausforderungen kompetent zu reagieren. Und schließlich, dass sie je nach Stressor ein unterschiedliches Gleichgewichtstraining brauchen und zwar effektiv mit den Übungen unserer Evolutionspädagogik.


Wir wenden die Übungen für Einzelpersonen und Grupppen erfolgreich an , wir haben Geräte entwickelt und Trainingsparcours aufgebaut. Wir haben eine Didaktik zur Umsetzung für Diagnostik und Intervention entwickelt. Und dies alles ohne Abwertung und Defizitbeschreibungen.

Unsere Bücher:

Das bewegte Gehirn
Die sieben Sicherheiten die Kinder brauchen
Verkannte Genies – Wenn Kinder in der Schule scheitern Kinesiologie für Kinder
Das Schweigende Mädchen, wie es mit Hilfe evolutionspädagogischer Übungen seine Sprache wiederfindet

Es gibt über 400 Evolutionspädagogische Beratungsstellen in Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Frankreich. Davon allein ca. 50 in der Schweiz. Wir haben 14 Ausbildungsstandorte in Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol; davon 2 Schweizer Standorte jeweils in Kreuzlingen und in Solothurn. Es gibt fünf Evopäd®-Trainingsparcours, in Deutschland, Österreich und Südtirol. Der nächste wird gerade in der Schweiz geplant. I.P.P. GmbH Institut für Praktische Pädagogik Ludwig Koneberg M.A.Phil. München